Programm 2026
Wir freuen uns, das vorläufige Programm 2026 ankündigen zu können. Es umfasst Lecture Performances, Fotografie, Malerei, Bildhauerei und multimediale Installation, Konzerte, Performance und Listening Sessions.
24.06. - 28.06.
Elena Khurgina, Dariya Maminova, Alina-Aljosha Anufrienko, Sasha Iliashenko
26.06. + 27.06., 20 Uhr
Daniel Dominguez Teruel
11.07., 20 Uhr
Fngr Fuia (Sophia Leitenmayer & Junya Fujita)
16.07. - 26.07.
Julia Duarte
31.07. - 09.08.
Peter Vance
03.09. - 13.09.
Marzieh Nezam
18.09. - 27.09.
Sophie Allerding
02.10. - 11.10.
PuiYan Fong
23.10. - 01.11.
Raiko Sánchez | Gastkuration: Leonie Kennedy
05.11. - 15.11.
Franziska Warzog & Gosia Machon – Kuration: Jenni Schurr
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Fr. 18.09.
Sophie Allerding
Ausstellung, Performance | 18.09.-27.09.2026
Songs of Renewal
Songs for the Renewal ist eine Installation, die Objekte einer fiktiven Ritualstätte zeigt: Brunnen, Wasserpfeifen und weitere Gefäße aus Keramik. Auf den Brunnen sind bis zu sieben urinierende Frauen dargestellt. Gemeinsam bilden sie ein spekulatives Heiligtum, in dem Rituale der Erneuerung und Verbundenheit mit dem Kosmos stattfinden; Relikte einer möglichen, anderen Welt. Die Arbeit entstand durch Sophie Allerdings Auseinandersetzung mit verschiedenen Tabus rund um den weiblichen Körper, darunter auch die Darstellung urinierender Frauen.
Eröffnung: Fr 18.09. | 19 Uhr
Öffnungszeiten: Sa + So | 15-18 Uhr (19./20. + 26./27.09.)
Performance: 18.09., 20:00 Uhr / 20.09., 17:00 Uhr / 26.09., 18:00 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten und aktuelle Infos werden auf unserem Instagram-Kanal geteilt: @sender_126
Die Ausstellung wird gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung. Die Arbeit wurde durch das European Ceramic Work Centre (EKWC) und den Mondriaan Fonds gefördert.
Foto links: Tommy Smits
Foto rechts: Daniël Siegersma
Fr 2.10.
PuiYan Fong
Einzelausstellung | 2.10.-11.10.2026
Entering Tranquil
Nightmare is to enter a space of worship; not dedicated to personified figures, but to repressed and often unspoken feelings like shame, loss, and desire. Embodied through Fong’s distinctive use of found baby bathtubs and potty trainers. These objects once used as vessels for waste and cleansing are transformed into ceremonial altar-like objects that question the division purity and profane. By transforming sanitary infrastructure into altars of commemoration, Tranquil Nightmare invites viewers into an environment that simultaneously recalls a butcher’s table of vulnerability and a sanctuary of healing.
For the opening ceremony, Charlene, Villő Geszler and Defetro will join hands and open the portals to buried memories.
Eröffnung: Fr 2.10. | 19 Uhr
Öffnungszeiten: Sa + So | 15-18 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten und aktuelle Infos werden auf unserem Instagram-Kanal geteilt: @sender_126
Foto: PuiYan Fong
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Do 23.10.
RAIKO SÁNCHEZ
Kuration: Leonie Kennedy
Ein gläserner Baseballschläger schmettert, gehalten von einem Arm, der zu einem Körper gehört ohne Rückgrat. Deutschland rüstet auf. Glatte, fröhliche und junge Gesichter machen Werbung für den Wehrdienst, für Kameradschaft, für Zugehörigkeit. Dazwischen hängen Wahlplakate. Junge Männer trainieren ihre Körper, in Parks, vor Bildschirmen, die von Stärke predigen und einer Schönheit, die schmerzt.
In der Rauminstallation ON EDGE fragt Raiko Sánchez: Wann kippt der Wunsch, die beste Version seiner selbst zu werden, in den Wunsch nach Härte und Gewalt gegen sich und andere? Im Zentrum steht ein gläserner Baseballschläger aus der Performance East German Fragilities – Lust auf Gewalt (Festspielhaus Hellerau, 2025).
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A glass baseball bat cracks down, held by an arm that belongs to a body with no spine. Germany is arming itself. Smooth, cheerful, young faces advertise military service, camaraderie, belonging. Election posters hang alongside them. Young men train their bodies, in parks, in front of screens preaching strength and a beauty that hurts.
In the spatial installation ON EDGE, Raiko Sánchez asks: at what point does the desire to become the best version of yourself tip into a desire for hardness and violence, against oneself and others? At the center stands a glass baseball bat from the performance East German Fragilities – Lust auf Gewalt (Festspielhaus Hellerau, 2025).
Eröffnung: Fr 23.10. | 19 Uhr
Öffnungszeiten:
24.10. & 25.10. | 15 - 18 Uhr
30.10. & 01.11. | 15 - 18 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten und aktuelle Infos werden auf unserem Instagram-Kanal geteilt: @sender_126
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Do 5.11.
Franziska Warzog & Gosia Machon
Kuration: Jenni Schurr
Duo-Ausstellung | 05.11.-15.11.2026
tba.
Eröffnung: Do 5.11. | 19 Uhr
Öffnungszeiten: Sa + So | 15-18 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten und aktuelle Infos werden auf unserem Instagram-Kanal geteilt: @sender_126
Foto: links, mitte: Gosia Machon
Foto rechts: Franziska Warzog, „Kleines Insekt“, 58x45x28cm
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Do 3.09.
Marzie Nezam
Einzelausstellung | 3.09.-13.09.2026
Under-Cover betrachtet den Körper durch Verhüllung und Enthüllung. Das Projekt geht von der Erfahrung iranischer Frauen aus, für die der Körper untrennbar mit religiösen, sozialen und politischen Strukturen verflochten ist. Verhüllung wird hier nicht als einzelner, fester Akt verstanden. Sie kann verbergen, schützen, verwandeln, einschränken oder eine andere Form von Sichtbarkeit erzeugen.
Durch Malerei, Skulptur und Textil erforsche ich den Raum zwischen dem, was sichtbar ist, und dem, was unter der Oberfläche verbleibt. Stoff wird zugleich Material und Metapher: Er bedeckt den Körper und trägt zugleich Spuren von Identität, Erinnerung, Weiblichkeit und kultureller Geschichte in sich.
Der Stoff, der sich durch die gesamte Arbeit zieht, markiert die visuelle Präsenz der auferlegten Verhüllung, während die Formen, Muster und Fragmente, die darunter hervortreten, andeuten, was jenseits des öffentlich Sichtbaren weiterhin existiert.
Die Arbeit befasst sich mit dem Körper nicht nur als physischer Präsenz, sondern als Ort, an dem persönliche Erfahrung und kollektive Geschichte aufeinandertreffen. Identität verschwindet unter der Verhüllung nicht – sie verschiebt sich, drängt gegen die Oberfläche und findet andere Wege, präsent zu bleiben. Was verborgen ist, verstummt nicht; es spricht weiter, in einem anderen Register.
Begleitetend zur Ausstellungseröffnung findet die Performance von Bayaru Takshinas “The Sound Beneath“ statt. “The Sound Beneath“ ist eine Live-Erkundung von Klang als Raum der Erinnerung, Bewegung und Präsenz. Sie verbindet elektronische Texturen, akustische Elemente und experimentelles Sounddesign.
Ihre musikalische Praxis verknüpft klassische Komposition mit elektroakustischer Musik, Sounddesign und bildender Kunst und lädt das Publikum ein, den Klang nicht nur zu hören, sondern in ihn einzutreten.
bayarutakshina.com
Eröffnung: Do 3.09. | 19 Uhr
+ Bayaru Takshina — The Sound Beneath | 20 Uhr
Öffnungszeiten: Sa + So | 15-18 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten und aktuelle Infos werden auf unserem Instagram-Kanal geteilt: @sender_126
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Fr 31.07.
Peter Vance
Einzelausstellung | 31.07.-09.08.2026
Dickes Pick
In seiner Soloausstellung Dickes Pic seziert der britische Künstler Peter Vance zweidimensionale Bilder und überführt sie in skulpturale, dreidimensionale Formen. Dabei bedient er sich digitaler Programmierwerkzeuge und entwickelt Verfahren zur Neuinterpretation von Bilddaten.
Das Wortspiel des Titels operiert auf zwei Ebenen: als humoristische Anspielung auf digitale Bilder mit sexuellem Inhalt – und zugleich als wörtliche Beschreibung dessen, was zu sehen sein wird: Bilder, die eine dreidimensionale Form, eine Dicke, erhalten.
Vance greift auf Emojis zurück, denen sexuelle Bedeutungen zugeschrieben wurden – Aubergine, Pfirsich –, nicht um ihren Inhalt zu thematisieren, sondern um eine grundlegendere Frage aufzuwerfen: Wann sehen wir etwas, und wann verstehen wir Bedeutung? Was als fragwürdiges Emoji beginnt, wird zum Kunstobjekt – und trägt doch dieselbe DNA.
Eröffnung: Fr 31.07. | 19 Uhr
Öffnungszeiten: Sa + So | 14-18 Uhr
Artist Talk: So 09.08. | 16:30 Uhr
Zusätzliche Öffnungszeiten und aktuelle Infos werden auf unserem Instagram-Kanal geteilt: @sender_126
Foto: Peter Vance
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Do 16.07.
Julia Duarte
Einzelausstellung | 16.07.-26.07.2026
Was bedeutet es, vollständig zu sein? In ihrer autobiografischen künstlerischen Arbeit erkundet die Filmemacherin und Fotografin Julia Duarte Dreieckskonstellationen – familiäre, romantische und freundschaftliche. Dabei durchbricht sie die Grenzen der Dichotomien: zwischen Innen und Außen, Körper und Geist, Natürlichkeit und Konstruktion – hin zu einer dritten Entität, die mehr ist als eine Brücke oder ein Dazwischen.
Das Prisma dient Duarte als zentrales Symbol und methodisches Werkzeug zugleich. Indem sie mit und durch ein Prisma fotografiert, entstehen Aufnahmen von Naturräumen und Körpern, gebrochen und überlagert, in Spektralfarben aufgefächert – Bilder, die eine Vielfalt sichtbar werden lassen und den Wahrnehmungsraum erweitern. Natur erscheint dabei nicht als essentialistisches Symbol menschlicher Innerlichkeit, sondern als Ort der Koexistenz – ein gemeinsamer Grund, auf dem sich Verschiedenes begegnet.
Der Ausstellungsraum selbst wird zum Labor, in dem jedes Bild als eigenständiges Experiment fungiert und die Betrachter*innen zu einer gemeinsamen Erkenntnis geleitet. Room for Refraction plädiert gegen Vollständigkeit als abgeschlossenen Zustand – und begreift sie vielmehr als konstanten Prozess der Erweiterung.
Eröffnung: Do 16.07., 19 Uhr
Öffnungszeiten: Sa + So | 15-18 Uhr
Refraction Talk mit Anne Simone Kiesiel:
Mi 22.07. | 19:00 | ohne Anmeldung, eintrittfrei
(auf englisch)
Zusätzliche Öffnungszeiten und aktuelle Infos werden auf unserem Instagram-Kanal geteilt: @sender_126
Fotos: Julia Duarte
Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg.
Sa 11.07.
Fngr Fuia
Konzert, Tape Release | 11.07.2026
Fngr Fuia ist ein Duo von Sophia Leitenmayer und Junya Fujita. Ihre Musik bewegt sich zwischen akustischem und elektronischem, zwischen subversivem und meditativem. Durch die Kombination traditioneller Bläsertechniken mit elektronischem Feedback schaffen sie seltsame und organische Klanglandschaften mit wechselnden Klangfarben, plötzlich auftauchenden Texturen, schwer fassbaren melodischen Möglichkeiten und subtilen Geräuschen.
Fngr Fuia is the duo of Sophia Leitenmayer and Junya Fujita.
Their music lies between acoustic and electronic, subversive and meditative. By combining traditional wind instrument techniques with electronic feedback, they carefully create strange yet organic soundscapes with shifting timbres, suddenly emerging textures, elusive melodic possibilities and subtle noises.
https://fngrfuia.bandcamp.com/
https://www.instagram.com/fngrfuia
Doors: 19 Uhr
Konzert: 20 Uhr
Eintritt: 7€
Foto: Sophia Leitenmayer, Junya Fujita